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In einem von derRechtsanwaltskanzlei Linhardt. Rechtsanwälte vertretenen Verfahren hat dasLandgericht Koblenz die Klage des Insolvenzverwalters Dr. Hagen Frhr. vonDiepenbroick gegen einen Kommanditisten der Beteiligungsgesellschaft MS„Santa-R Schiffe“ mbH & Co. KG abgewiesen.

Das Gericht hat erkannt, dassder Kläger seinen Anspruch auf Rückgewähr der Einlagen nicht schlüssigdargelegt hat. Dabei hätte es genügt, wenn der Insolvenzverwalter eineInsolvenztabelle mit den festgestellten Forderungen vorgelegt hätte, die nichtaus der Insolvenzmasse befriedigt werden können. Diesen Anforderungen an denKlagevortrag ist der Kläger jedoch nach der Überzeugung des Gerichts nichtnachgekommen.

Der Insolvenzverwalter hattezunächst eine von ihm selbst erstellte, gerichtlich nicht beglaubigteInsolvenztabelle vorgelegt, die damit nicht als vom Insolvenzgericht geführteTabelle erkennbar war. Danach hatte der Insolvenzverwalter eine weitere Insolvenztabellevorgelegt, die einen Beglaubigungsvermerk des Insolvenzgerichts trug, nachAuffassung des Gerichtes waren die wesentlichen Forderungen in der Tabelle abernicht insolvenzgerichtlich festgestellt. Da der Kläger trotz entsprechendenHinweises des Gerichts keine hinreichende Insolvenztabelle vorlegte, wurde dieKlage abgewiesen.

Das Landgericht Koblenz befindetsich damit im Einklang mit der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte Koblenzund Bamberg, die in gleichgelagerten Fällen zur Überzeugung gelangten, dass diebehaupteten Insolvenzforderungen vom Insolvenzverwalter nicht ausreichendnachgewiesen wurden.

Das Landgericht Koblenz istdamit der Argumentation der Rechtsanwaltskanzlei Linhardt. Rechtsanwälte gefolgt,wonach die Rechtskraftwirkung einer Insolvenztabelle nach dem Wortlaut des §178 InsO einen insolvenzgerichtlichen Prüftermin gemäß § 176 InsO bzw. § 177InsO voraussetzt, die Forderungen somit durch das Insolvenzgericht festgestelltsein müssen. Ohne eine insolvenzgerichtliche Feststellung der Forderungen, nuraufgrund einer vom Insolvenzverwalter geführten Eigentabelle, wären dieumfassenden Rechtskraftwirkungen einer Insolvenztabelle – die Eintragung wirktfür die festgestellten Forderungen wie ein rechtskräftiges Urteil gegenüberallen Insolvenzgläubigern – nicht zu rechtfertigen.

Es bleibt nunmehr abzuwarten,ob der Insolvenzverwalter gegen das klageabweisende Urteil Berufung einlegtoder dies in Rechtskraft erwächst.

Betroffene Anleger sollten denRat eines in Bank- und  Kapitalmarktangelegenheiten versiertenRechtsanwaltes einholen.

Für weitere Informationenstehen wir gerne zur Verfügung.

Rechtanwalt Thomas Linhardt

Linhardt. Rechtsanwälte